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© Eylül Aslan

Katharina Mader: Homeoffice zwischen Privileg und Platzmangel

Katharina Mader und Dalia Ahmed gehen der ökonomischen Dimension des Homeoffice auf die Spur: für wen ist das Arbeiten von Zuhause ein Privileg, für wen ein riesiges Problem?

Während besser ausgebildete und besser verdienende Arbeitnehmer:innen im ersten Lockdown vor allem von daheim ihrer Arbeit nachgingen, waren es Menschen mit geringerem Lohn, die nach wie vor zur Arbeit gingen. Ein geringeres Einkommen bedeutete wiederum eine höhere Betroffenheit von Arbeitslosigkeit - und von Platzmangel daheim, wenn doch im Homeoffice gearbeitet wurde.

Besonders für alleinerziehende Frauen war die Arbeit im Homeoffice auf Grund der Betreuungspflichten eine große Herausforderungen - aber auch in Paarbeziehungen stellte sich heraus, dass es nach wie vor vor allem Frauen sind, die unbezahlte Arbeit übernehmen.

Vor allem für jüngere Menschen wird die Arbeitszeitverkürzung immer mehr zum Thema. Lockdown, Homeoffice und Kurzarbeit haben diesen Trend noch einmal verstärkt. Arbeitnehmer:innen und auch Selbstständige wollen also tendenziell weniger Stunden für Erwerbsarbeit aufwenden: was bedeutet das jedoch in Hinblick auf Einkommen und Pension?

Wenn es um das Thema Flexibilität geht, stellt sich die Situation ebenso kompliziert dar: Zwar gibt es immer mehr flexible Jobs, die aber dafür weniger Sicherheit bieten, als klassische Angestelltenverhältnisse. Dort, wo sehr flexibel Zeit und Arbeit eingeteilt werden kann, gibt es auch oft niedrige Löhne und wenig Arbeitnehmer:innenschutz. 

Das Homeoffice zeigt also deutliche Schieflagen auf und verstärkt diese im schlimmsten Fall. Ökonomin Katharina Mader erklärt die Zusammenhänge:


Das Austria Corona Panel Project (ACPP) untersuchte im April 2020, wie sich die Arbeitssituation nach Geschlecht, Einkommen und Bildungsgrad durch den Lockdown veränderte. Wir haben gemeinsam mit Katharina Mader einen Blick auf die Zahlen geworfen. Im folgenden Artikel werden die Ergebnisse zusammengefasst:


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