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period.numbers: Homeoffice

period.numbers wirft mit Unterstützung von Ökonomin Katharina Mader einen Blick auf Studien, die die neue Realität im Homeoffice untersuchen. Welche Faktoren bestimmen, ob wir während der Lockdowns von Zuhause arbeiten? Wie beeinflusst das unsere Konzentration? Und was hat unser Familienstand mit unserer Freizeitgestaltung zu tun?

Grafik 1: Homeoffice nach Geschlecht, Einkommen & Bildung im April 2020.
Corona Blog 9, ACPP, 11.4.2020, Pichler, Schmidt-Dengler, Zulehner

Das Austria Corona Panel Project (ACPP) untersuchte im April 2020, wie sich die Arbeitssituation nach Geschlecht, Einkommen und Bildungsgrad durch den Lockdown veränderte. Dabei hat uns besonders interessiert, für wen das Arbeiten im Homeoffice möglich war. Die Untersuchung warf dabei einen Blick auf unselbstständig Beschäftigte, Selbstständige sind also hier nicht mitgemeint.

Während Personen mit geringerem Einkommen und geringerem Bildungsgrad eher in Kurzarbeit geschickt wurden, waren es vor allem Menschen mit Hochschulabschluss und hohem Einkommen, die im Homeoffice arbeiteten. Diese kurze Momentaufnahme lässt eine Tendenz vermuten: nämlich dass die Arbeit im Homeoffice - ohne Gehaltseinbußen und ohne der Gefahr, sich am Arbeitsplatz anzustecken - vor allem besser gebildeten und verdienenden Personen offensteht.

63,4% der Befragten mit universitären Abschluss waren im April 2020 im Homeoffice - von den Befragten mit Pflichtschulabschluss waren es nur 13,9%. 21,4% der Personen, die unter 1350,- Euro monatlich verdienen, gaben an, im Homeoffice zu arbeiten. Hingegen waren es 56% der über 2700,- Euro Verdienenden, die ihre Arbeit von Zuhause aus verrichteten.

period.numbers ist eine fortlaufende Serie, die euch in regelmäßigen Abständen mit Zahlen & Fakten versorgt.