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© AzW "Boden für alle" (c) ÖHV

Wem gehört der Boden?

Isabel Stumfol vom Verein Landluft, Katharina Ritter, Kuratorin Ausstellung "Boden für alle" im AzW und Maria Schachinger vom WWF diskutieren die brennendsten Fragen um die Veränderung des ländlichen Raums.

Katharina Ritter bringt es mit einem Satz auf den Punkt: man könnte alle 9 Millionen in Österreich lebenden Menschen bei einem Verteilungsschlüssel von 4,16 Personen pro Haushalt in den bisher bestehenden Ein- und Zweifamilienhäusern unterbringen. Eine absurde Situation also, die freie Fläche wird immer geringer, aber der Wunsch nach dem Eigenheim im Grünen reißt nicht ab. Corona hat diese Entwicklung noch einmal verstärkt.

Der Traum vom eigenen Haus ist außerdem für die meisten gar nicht realisierbar: Immobilien, Grundstückspreise und Bauressourcen werden immer teurer und sind mit einem durchschnittlichen Einkommen nicht mehr erschwinglich. Durch Arbeit alleine kommt man also in den meisten Fällen zu keinem Eigentum mehr. Die Verbauung der freien Fläche führt gleichzeitig unweigerlich zur Belastung unserer Ökosysteme, die Zersiedelung macht das Auto zum fixen Bestandteil des ländlichen Lebens.

Schlussendlich findet man in vielen Einfamilienhäusern am Land nur noch Ein- oder Zwei-Personen-Haushalte, wenn die Kinder ausgezogen sind, und sich die Lebensituation ändert. Irgendwas muss sich also ändern, so scheint es.